Anglizismen im Deutschen

Der Einfluss angelsächsischer Länder, speziell der USA, auf die restliche Welt wird vor allem in der Sprache immer deutlicher. Auch die deutsche Sprache wird von Lehnswörtern aus dem Englischen geradezu überflutet. In allen Bereichen des alltäglichen Lebens ist der Gebrauch englischer Begriffe so selbstverständlich, dass sie den meisten Menschen kaum noch auffallen.

In der Computersprache benutzt man ganz selbstverständlich Browser, schreibt E-Mails, geht ins Internet usw. Im Sport wird gefighted und gekickt. Man wird von einem Coach trainiert oder inzwischen sogar gecoacht usw. Diese Beispiele machen schon deutlich, dass Anglizismen im Deutschen nicht original übernommen, sondern der deutschen Grammatik , teilweise auch der Aussprache angepasst werden. Zum Teil werden auch englische Worte mit deutschen kombiniert oder in einem völlig falschen Kontext benutzt, so dass sich ihre Bedeutung verändert.

Besonders die Jugendsprache ist von Anglizismen derart durchsetzt, dass Menschen, die des Englischen nicht mächtig sind, echte Verständigungsprobleme haben. Jugendliche von heute sind happy oder down. Sie wollen nicht mehr entspannen, sondern relaxen oder gar chillen. Sie sind geflasht statt erstaunt und einfache Dinge sind ganz easy. Was gefällt, ist cool oder hot. Mädchen geben sich gegenseitig Beautytips und benutzen Eyeliner und Eyeshadow statt Kajalstift und Lidschatten. Am Laptop, Note- oder Netbook kann man in Chatrooms herrlich chatten, also sich unterhalten. Bei der schriftlichen Kommunikation sind vor allem aus dem Englischen stammende Abkürzungen beliebt. Das Kürzel sms steht für Short Message Service, lol bedeutet "laughing out loud". Neben einzelnen Begriffen werden neuerdings auch englische Redewendungen wörtlich ins Deutsche übersetzt. Man amüsiert sich nicht mehr, sondern hat eine gute Zeit. Angebote zu essen oder zu trinken werden mit "Nein danke, ich hatte schon" abgelehnt.